Hohe Dynamische Kontraste

17. Juni 2016

High Dynamic Range, kurz HDR kennen viele Fotografen von Ihrer Kamera. Da werden mehrere Aufnahmen zu einem Bild zusammengesetzt und das Ergebnis sind extrem kontrastreiche, oft quietschbunte Bilder, die einen sehr großen Tonwertumfang mit Durchzeichnung in den Schwärzen und kein Ausbrennen in den Lichtern haben. Das gibt es jetzt auch bei Fernsehern. Ultra HD mit der 4-fachen Auflösung von Full HD-Material ist heute der Stand der Technik und HDR setzt noch einen drauf: Mehr Schärfe, mehr Farben, mehr Kontrast und mehr Details.

Normale UHD-Inhalte unterscheiden 256 Helligkeitsabstufungen pro Farbkanal, HDR schafft da bis zu 1000!

SAMSUNG, LG, PANASONIC und SONY sind bei ihren Spitzenmodellen HDR-fähig.SONY_SD85HDR

Welche Technik steht dahinter? Zuerst müssen die LED- oder OLED-Panels eine hohe Bitrate verarbeiten können (min. 10 Bit), eine maximale Leuchtstärke von 1000 Candela besitzen und einen HDMI2.0a-Anschluss zum Quellgerät haben. Der neue Industriestandard ist der SMPTE-Code, der schon bei Ultra-HD Blu-ray Playern genutzt wird. Im freien Fernsehsendermarkt wird es noch einige Zeit dauern, bis Sie HDR-Sendungen empfangen können. Dolby Vision kann da vielleicht etwas ändern, dort werden die HDR-Signale als Zusatzdaten zu den HDTV-Daten zugefügt, allerdings ist dann ein Dolby Decoder nötig, der in den TVs eingebaut werden muss.

Einfacher haben es da die Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Instant Video, die HDR-Sendungen einfach vom Server abrufen können.

Ein Genuss ist es natürlich die eigenen Fotos von der Kamera auf dem TV anzuschauen, mit HDR sehen Sie keine Pixel mehr und erleben eine Farbtiefe, die sie umhauen wird.

 

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